Krankenpflege bedeutet für mich:
empathische Betreuung (s.u.)
und aktivierende Pflege für (schwer) kranke Menschen.
Meine besonderen Fähigkeiten liegen in einer sehr
hohen Geduld und dem Bestreben nach Erhaltung oder auch der
Wiedererlangung menschlicher Würde.
Die Mitbetreuung der Angehörigen ist für mich
zentraler Bestandteil einer Krisen - lösenden Pflege.
Artikel:
Krankenpflege: ganzheitlich,
systemisch, empathisch
ganzheitlich:
Pflege findet nicht nur am Krankenbett statt.
Sie vollzieht sich vielmehr in jeder einzelnen Handlung des Pflegenden.
Gegenüber dem Kranken und seiner Umgebung!
Insbesondere in der häuslichen Pflege kann hier der Kranke noch
mehr "gekränkt" werden oder aber ein Angenommensein spüren.
systemisch:
Krankheit wird in diesem Ansatz als ein Prozeß
gesehen. Dieser Prozeß findet demnach immer auf mehreren Ebenen
statt.
Solche Prozessebenen können sein :
Veränderungen bei der
Nahrungsaufnahme,
beim Grad von Muskelverspannungen,
der Bewegungsabläufe, mentaler
Einstellungen,
des Grades von Schmerzen,
der Wohnungseinrichtung,
sozialer Beziehungsgeflechte, usw.
Alle diese Prozesse bilden eine Art "Prozessgeflecht".
Sie wirken aufeinander.
Die Kunst besteht nun darin, bei einem Stillstandes eines Prozesses,
sich nicht an ihm "festzubeißen".
Vielmehr an einer anderen Stelle des Geflechtes weiterzu"arbeiten".
Krankenpflege kann hier liebevoll den Wechsel der
Aufmerksamkeit anbieten.
empathisch:
Der bzw. die Kranke ( und nicht irgendeine Methode oder
Behandlung ) steht, vielleicht zum erstenmal im Leben, im Mittelpunkt.
Er,sie wird von dort abgeholt, wo er, bzw. sie ist.
Der Krankheitsverlauf ist seine, bzw. ihre Leistung, schwere
Kränkungen überlebt zu haben und zu verarbeiten! Er birgt in
sich unartikulierte und unbefriedigte Ansprüche an das Leben!
Empathische Krankenpflege versucht "mit den Augen zu hören" und
"mit den Ohren zu sehen" (nach: v. Vietinghoff-Scheel: Seht doch wie
sie leben, Frankfurt, 1991).